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Archive : krebs

Vitamin D das Sonnenvitamin

Bild von Myriams-Fotosa auf pixabay.com

Sonnetanken macht glücklich und gesund.

In diesem Artikel erfährst du warum Vitamin D so unglaublich wichtig für unseren Körper ist. Welche positiven Auswirkung es auf das Herz-Kreislauf-System und den Testosteronspiegel hat und wie es das Wachstum von Krebszellen verringern kann.

Eigentlich ist Vitamin D gar kein echtes Vitamin. Denn ursprünglich bezeichnete man Vitamine als Stoffe, die der menschliche Körper nicht selbst synthetisieren kann sondern die mit der Nahrung zugeführt werden müssen. Da Vitamin D vom Körper mit Hilfe des Sonnenlichtes aber selbst gebildet wird zählt es wissenschaftlich zu den sogenannten Steroidhormonen. Unter dem Begriff Vitamin D verbirgt sich also eine Gruppe von mehreren Substanzen. 

Vorstufen des Vitamin D werden in der Leber und vor allem in den Nieren in eine aktive Form umgewandelt. Nachdem die Leber die erste Vorstufe des Vitamin D gebildet und über das Blut in die Haut weitergeleitet hat, bildet die Haut mit Hilfe des UVB-Lichtes eine weitere Vorstufe des Vitamin D3 (Cholecalciferol). Diese zweite Vorstufe wird wieder zurück in die Leber transportiert, wo es weiterverarbeitet wird. Diese Vorstufe heißt Calcidiol und ist die Basis für den gesamten Vitamin-D-Stoffwechsel. In den Zellen entsteht dann daraus die aktive Form des Vitamin D3, das Calcitriol. In Nahrungsergänzungen ist stets das Calcidiol enthalten. Das Calcitriol steht ausschließlich in rezeptpflichtigen Medikamenten zur Verfügung.

Vitamin D-Mangel ist weit verbreitet

Eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D ist in Mitteleuropa nur in den Sommermonaten möglich. Im Herbst und Winter steht die Sonne zu tief um genügend UVB-Strahlen auf die Erde zu schicken, die für die Bildung des wichtigen Vitalstoffes notwendig sind. Und auch im Sommer ist es notwendig sich sehr viel draußen aufzuhalten und die Verwendung von Sonnenschutzcremes einzuschränken. Denn bereits ab einem Sonnenschutzfaktor 8 ist die Vitamin-D-Produktion stark eingeschränkt und ab Faktor 15 ist unsere Haut gar nicht mehr in der Lage Vitamin D zu produzieren. Selbstverständlich solltest du dich nur so lange in der Sonne aufhalten wie es dir deine Haut erlaubt und nicht rötet. Mindestens 30 Minuten Sonnenbaden an den Sommertagen trägt dazu bei, deine Vitamin-D-Speicher für den Winter aufzufüllen. Der Aufenthalt im Schatten oder hinter Fensterglas ist keine Lösung, denn dort werden die meisten UVB-Strahlen absorbiert. Auch der Solariumbesuch trägt nicht zur Vitamin-D-Bildung bei, da dort hauptsächlich mit UVA-Strahlen gearbeitet wird.

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Ein weiterer Faktor für den weit verbreiteten Vitamin-D-Mangel ist unsere Lebensweise. Die Arbeit findet in Räumen statt, in der Freizeit sitzen wir vor der Glotze, dem PC oder Smartphone und zum Sport gehen wir ins Fitness-Studio anstatt draußen mit den Kindern zu spielen, zu wandern oder auch einfach mal faul auf der Sonnenliege zu dösen und die wärmenden Strahlen der Sonne genießen.

Ich bin eine Sonnenhungrige und sauge förmlich jeden Sonnenstrahl in mich ein, den ich ergattern kann. Sonne macht gute Laune und gibt uns neue Energie. Trotz eines Malignen Melanoms, was seit über 10 Jahren ausgeheilt ist,  habe ich keine Angst vor der Sonne. Im Gegenteil! In Maßen genossen je nach Hauttyp weckt sie unsere Lebensgeister. Lass dich von den Medien und vor allem nicht von den Herstellern der Sonnencremes einschüchtern. Die machen nur Geld mit dem Verkauf von ihren (teilweise gesundheitsschädlichen) Produkten … aber die Sonne ist kostenlos!

Vitamin D soll das Wachstum von Krebszellen verringern können

Vitamin D scheint einen viel größeren Einfluss auf unsere Gesundheit zu haben als bislang angenommen. Anscheinend verliert der Körper bei Vitamin-D-Mangel die Fähigkeit bösartige Zellen zu erkennen und sie zu bekämpfen.

Wissenschaftliche Studien kommen zu dem Ergebnis, dass ein Vitamin-D-Mangel 15 verschiedene Krebsarten fördern könne, darunter Brustkrebs und Dickdarmkrebs. 

Prof. Michael F. Holick (Professor für Medizin, Dermatologie, Physiologie und Biophysik) fand heraus, dass Vitamin D nicht nur in der Haut unter Mitwirkung der Leber und Niere gebildet wird, sondern in jeder einzelnen Körperzelle. Er ist auch der Meinung, dass das aktive Vitamin D nicht nur Grippe, Osteoporose und Rachitis vorbeugen könne, sondern auch das ungesunde Wachstum von Krebszellen in der Prostata, Brust und Darm verhindere.

Weitere Studienergebnisse 1 sagen folgendes:

  • An der Entstehung von Tumorerkrankungen ist grundlegend ein Vitamin-D-Mangel beteiligt.
  • Nahrungsergänzungen mit Vitamin D können die Sterblichkeit an Krebs signifikant reduzieren (um bis zu 15%).
  • Je niedriger der Vitamin-D-Spiegel desto bösartiger sei der Tumor.
  • Ein besonders aggressiver Prostata-Tumor wurde mit einem niedrigen Vitamin-D-Spiegel in Verbindung gebracht (weniger als 20 ng/ml bzw. weniger als 12 ng/ml).
Bild von Herney Gómeza auf pixabay.com

Ein hoher Vitamin-D-Spiegel scheint zur Prävention, Behandlung und Verlauf von Krebserkrankungen einen positiven Beitrag zu leisten.

Welchen Einfluß hat Vitamin D auf den Testosteronspiegel?

Mit zunehmendem Alter, wenn die Leistungsfähigkeit sinkt, die Muskelkraft nachlässt und der Bart nicht mehr so schnell nachwächst, ist oftmals ein sinkender Testosteronspiegel die Ursache. Mit schwindender Potenz, Reizbarkeit oder auftretenden unbegründeten Angstzuständen hat MANN dann ein Problem.

Doch der Testosteronspiegel sinkt nicht, weil man älter wird, sondern nur unter bestimmten Bedingungen. Zum Beispiel wenn ein zu niedriger Vitamin-D-Spiegel vorliegt.

Für die Bildung des männlichen Geschlechtshormons benötigt der Organismus Zink, Magnesium, B-Vitamine und Vitamin D. Auch an der Regulierung des Testosteronspiegels ist Vitamin D beteiligt. Es hemmt ein Enzym, das die Umwandlung von Testosteron in Östrogen in die Wege leitet.

Laut einem Artikel im Jahr 2011 der Medical University of Graz … liegen Daten vor, die einen Zusammenhang zwischen den Vitamin-D-Werten und dem Testosteronspiegel beim Mann zeigen … (weil)  die männlichen Fortpflanzungsorgane zu den Zielgeweben des Vitamin D gehöhren.  Die Männer, die an der Studie teilnahmen waren gesund aber übergewichtig. Sie hatten einen sehr niedrigen Testosteronspiegel und einen sehr niedrigen Vitamin D-Spiegel (schon fast im Mangelzustand). Die eine Gruppe nahm ein Jahr lang 3000 IE Vitamin D ein, die andere Gruppe ein Placebo. Bei der Gruppe, die Vitamin D einnahmen, war der Testosteronspiegel signifikant gestiegen und ebenso der Vitamin-D-Wert. Bei der  Placebo-Gruppe tat sich nichts – beide Werte blieben niedrig.

In einer weiteren Studie in 2015 konnte ebenfalls aufgezeigt werden, dass der Testosteronspiegel mit dem Vitamin-D-Spiegel korreliert.

Selbstverständlich ist Vitamin-D nur eine Komponente bei einem niedrigen Testosteronwert.

Bevor du Maßnahmen zur Erhöhung des Testosteron-Spiegels ergreifst, solltest du prüfen, ob die Symptome wirklich die Folgen eine zu niedrigen Testosteron-Spiegels sind. Hole dir den Rat deines Arztes ein.

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Vitamin D hat positive Auswirkungen auf das Herz-Kreislaufsystem

Mittlerweile stirbt etwa jeder zweite an den Folgen einer Herz-Kreislauf-Erkrankung und Menschen mit hohem Blutdruck erleiden bis zu dreimal häufiger einen Herzinfarkt als Menschen mit normalem Blutdruck.

Einige Kardiologen sind der Meinung, dass nicht das Cholesterin für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verantwortlich sei, sondern Entzündungen der Arterien. Die Entstehung dieser arteriellen Entzündungen sei zum Großteil auf eine falsche Ernährungsweise zurückzuführen. Ein Vitamin-D-Mangel mache den Rest aus. Diese Aussage bestätigte u.a. die Ludwigshafener Risikostudie, an der acht Jahre lang 3000 Menschen teilnahmen. Ergebnis: ein Vitamin D Mangel erhöht das Risiko an einer Herzerkrankung zu sterben signifikant. Und was hat es nun mit dem Bezug zu Vitamin D auf sich? Da Vitamin D vor Entzündungen jeglicher Art schützen kann, hilft es Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu verringern.

Mittlerweile haben viele aktuelle Studien den Zusammenhang zwischen Vitamin-D-Mangel und der steigenden Todesrate bei Herzerkrankten Menschen bestätigt.

A) Amerikanische Studie am Heart Institute at Intermountain Medical Center in Salt Lake City mit ca. 28.000 Patienten im Alter über 50 Jahre. Die Teilnehmer hatten bis zu diesem Zeitpunkt noch keine Anzeichen einer Herzerkrankung. Die Studie ergab, dass die Menschen mit sehr niedrigen Vitamin-D-Werten ein doppelt so hohes Risiko hatten an einem Herzversagen zu sterben als Teilnehmer mit normalen Werten (in diesem Fall wurde als Normalwert 30 ng/ml angenommen). Die Anfälligkeit einen Schlaganfall zu erleiden stieg um 78% und die Anfälligkeit für eine koronare Herzerkrankung stieg um 45%. Zusammenfassendes Ergebnis: sehr niedrige Vitamin-D-Spiegel lösen doppelt so häufig einen Herzfehler aus als bei Menschen mit normalen Werten.

B) Dänische Studie (2012) an der Universität von Kopenhagen in Zusammenarbeit mit dem Kopenhagener Uni-Klinikum an der mehr als 10.000 Dänen teilnahmen. Dr. Peter Brondum-Jacobsen veröffentlichte dieses Ergebnis: Wir konnten beobachten, dass geringe Vitamin-D-Blutwerte im Vergleich zu einem optimalen Vitamin-D-Spiegel das Risiko, eine Herzerkrankung zu entwickeln oder dass sich bestehende Erkrankungen verschlechtern, deutlich erhöht. … Das Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden, stieg um 64%. Das Risiko eines vorzeitigen Todes ist um 57% erhöht und das Risiko, generell an einer Herzerkrankung zu sterben, steigt um ganze 81%.

C) Brasilianische Studie aus 2012 mit 206 Patienten. Die Teilnehmer wurden nach Feststellung des Vitamin-D-Spiegels in zwei Gruppen eingeteilt: eine mit einem Wert von 10 ng/ml und darunter = Mangel versorgt und eine zweite mit Werten von 20 bis 80 ng/ml, was in diesem Fall als normal angesehen wurde, denn die Teilnehmer litten bereits unter koronaren Herzerkrankungen. Von den Patienten mit Vitamin-D-Mangel starb ein deutlich höherer Prozentsatz noch während der Behandlung als von den mit den normalen Werten. Fazit: Ein schwerer Vitamin-D-Mangel wirkt sich signifikant auf die Sterberate von Patienten mit einem akutem Koronarsyndrom (Durchblutungsstörung in den Herzkranzgefäßen) aus.

Ich hoffe, ich konnte dir die Wichtigkeit des Sonnenvitamins näher bringen. In diesem Beitrag gebe ich dir wichtige Hinweise zur Einnahme von Vitamin-D-Suplements, ob eine Überdosierung möglich ist und was in diesem Zusammenhang es mit der Hyperkalzämie auf sich hat.

Genieße so oft wie möglich die Sonne, aber übertreibe es nicht, deiner Haut zu Liebe. In diesem Sinne wünsche ich dir gute Gesundheit und viel Lebensfreude!


Studien- und Quellenangabe:

1Murphy AB et al.:Clinical Cancer Research, mai 2014, “Vitamin D Mangel berechnet Prostata Biopsie Befunde im voraus”

Annie Rose Harrison Dunn: Clinical Cancer Research Journal Mai 2014,” Vitamin D Mangel weist möglicherweise auf Prostata-Krebs hin”

Meta-Analyse British Journal of Cancer, Juni 2014

Studie von Dr. Na Na Keum, Dr. Edward Giovannucci, Harvard School of Public Health, Bosten

Li M et at, The Journal of Clinical Endocrinologie and Metabolism, Juli 2014, “Die Auswirkungen des Vitamin D Spiegels (25(OH)D) auf Ergebnisse von Krebspatienten: Ein systematischer Review und eine Meta-Analyse

Correia LC et al., „Relation of severe deficiency of vitamin D to cardiovascular mortality during acute coronary syndromes.“ Am J Cardiol. 2013 Feb 1;111(3):324-7. (Der Zusammenhang zwischen schwerem Vitamin-D-Mangel und der kardiovaskulären Mortalität bei akutem Koronarsyndrom.) 

Brøndum-Jacobsen P et al., „25-hydroxyvitamin d levels and risk of ischemic heart disease, myocardial infarction, and early death: population-based study and meta- analyses of 18 and 17 studies.“ Arterioscler Thromb Vasc Biol. 2012 Nov;32(11):2794- 802. (25-Hydroxy-Vitamin-D-Spiegel und das Risiko einer ischämischen Herzerkrankung, Myokardinfarkt und frühem Tod: populationsbasierte Studie und Meta- Analysen von 18 und 17 Studien.) 

ScienceDaily „Vitamin D Deficiency Increases Risk of Heart Disease, Danish Study Finds“ Sep. 24, 2012 (Vitamin D-Mangel erhöht das Risiko für Herz-Krankheit. Dies fand eine dänische Studie heraus)

 ScienceDaily „Inadequate Levels of Vitamin D May Significantly Increase Risk of Stroke, Heart Disease and Death“ Nov. 16, 2009 (Unzureichende Mengen an Vitamin D können das Risiko von Schlaganfall, Herzkrankheiten und Tod erheblich erhöhen.) 

Anderson JL et al., „Relation of vitamin D deficiency to cardiovascular risk factors, disease status, and incident events in a general healthcare population.“ Am J Cardiol. 2010 Oct 1;106(7):963-8. (Zusammenhang von Vitamin-D-Mangel und kardiovaskulären Risikofaktoren, Krankheitsstatus und Vorfallsereignissen in einer allgemeinen Gesundheitspopulation.) 

May HT et al., „Association of vitamin D levels with incident depression among a general cardiovascular population.“ Am Heart J. 2010 Jun;159(6):1037-43. (Verbindung zwischen dem Vitamin D-Spiegel und Depression bei allgemeinen Herz- Kreislauf-Erkrankungen in der Bevölkerung.) 

Office of Dietary Supplements „Dietary Supplement Fact Sheet: Vitamin D“   https://www.zentrum-der-gesundheit.de/herzgesundheit-vitamin-d-ia.html  


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